Was sind China Gadgets?

Bereits auf der Startseite wird erklärt, was Gadgets sind und was wir unter Power Gadgets verstehen. Ein weiterer Begriff der Gadgtwelt, ist China Gadgets. Diese erfreuen sich bereits seit einiger Zeit immer größer werdender Beliebtheit. Was es damit genau auf sich hat, welche Vor- und welche Nachteile die Gadgets aus Fernost haben und was zu beachten ist, wollen wir unseren Lesern gern kurz erläutern.

Das Logo „Made in China“ ist schon lange kein Grund mehr ein Produkt nicht zu kaufen. Vor allem Gadgets für das Handy aber auch andere Klein- und Technikprodukte aus dem Reich der Mitte sind inzwischen sehr beliebt. Dies hat vor allem einen Grund: Gadgets aus China sind günstig. Die in Fernost hergestellten Produkte haben meist viel niedrigere Herstellungskosten als in Europa und den USA. Handelt es sich um Direktimporte, entfallen auch noch Zusatzkosten für Zwischenhändler. Dazu kommt dann noch, dass Produkte bis zu einem bestimmen Wert umsatzsteuer- und zollfrei sind, was besonders für die meist sehr günstigen Gadgets zutrifft.

Wann sind China Gadgets frei von Steuern und Zöllen?

Generell sind Pakete aus dem Ausland bis zu einem Warenwert von bis 22 Euro von Zusatzkosten befreit. Dazu zählt allerdings in der Regel nicht ausschließlich der Warenpreis, sondern die Versandkosten werden hier mit eingerechnet. Werden zum Beispiel 5 Euro Versandkosten fällig, darf der Preis des China Gadgets nicht mehr als 17 Euro betragen.

Allerdings ist dieser Beitrag auch nicht ganz richtig. Zwar wird bei Importprodukten ab einem Wert von mehr als 22 Euro eine Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent des Warenwertes fällig (Ausnahmen bilden Bücher und Lebensmittel, für die ein ermäßigter Steuersatz von 7 Prozent anfällt). Eingezogen werden aber erst Steuerbeträge ab 5 Euro. Diese Grenze wird allerdings erst bei einem Warenwert von 26 Euro erreicht (bzw. bei ermäßigtem Steuerbetrag bei 71 Euro). Unterhalb dieser Grenze werden demzufolge keine Steuerzahlungen für das China Gadget erhoben.

Eine weitere Grenze liegt bei 45 Euro. Gelegentliche Geschenke sind bis zu diesem Wert zoll- und umsatzsteuerfrei. Jedoch ist sowohl der Begriff ‚gelegentlich‘ als auch ‚Geschenk‘ nicht eindeutig definiert, weshalb es in diesem Bereich öfters zu Fragen vonseiten des Zolls kommen kann. Jedoch ist dieser Betrag für China Gadgets weitgehend irrelevant, da die günstigen Gimmicks selten einen Wert dieser Höhe erreichen. Sollte es doch einmal ein Betrag in dieser Höhe sein und Unsicherheit darüber bestehen, welche Regelung greift, kann im sich auch direkt an den Zoll wenden und dort nachfragen – auch online.

Der Vollständigkeit halber, wenn auch beim Kauf von Gadgets aus China wahrscheinlich eher irrelevant, sei noch die 150 Euro Grenze erwähnt. Bis zu diesem Wert sind Waren zwar nicht von der Einfuhrumsatzsteuer befreit, jedoch zollfrei.

Der allergrößte Teil der China-Gadgets, die im Internet bestellt werden können, fallen also unter die Befreiungsregelung von Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren und können problemlos bestellt werden.

Kritikpunkte gegenüber China Gadgets

Bei aller Freude über günstige Gadgets sollten jedoch auch einige Kritikpunkte unter die Lupe genommen werden und eventuell bei der Kaufentscheidung mit einfließen.

Da wäre zunächst die Lieferdauer zu nennen. Die beträgt in der Regel drei bis vier Wochen, manchmal auch länger – wenn es sich um einen besonders günstigen Direktimport handelt. Für last-minute Geburtstagsgeschenke oder andere dringende Anschaffungen sind China Gadgets also im Zweifel nicht geeignet.

Ein weiterer Punkt, der immer wieder kritisiert wird, aber nicht nur in Hinblick auf China Gadgets, sondern auf sehr viele in China produzierten Waren allgemein, sind die Arbeitsbedingungen in den Fabriken. Sowohl die Bedingungen, unter denen die Arbeiter produzieren, als auch die Löhne, sind oft sehr schlecht und nicht annähernd mit denen in Deutschland zu vergleichen. Dies ist der Preis dafür, dass es günstig ist, das sollte jedem bewusst sein.

Immer wieder sind Meldungen über chinesische Produkte in den deutschen Medien, weil sie unsicher sind. Dies kann verschiedene Aspekte betreffen. Es kann sich dabei um giftige Stoffe in Spielzeug handeln oder aber auch Elektronik, die sogar lebensgefährlich sein kann. So wurde vor einigen Monaten vor LED-Lampen aus China gewarnt, die falsch hergestellt wurden und aus diesem Grund einen tödlichen Stromschlag auslösen können. Dabei sind auch vermeintliche Prüf-Logos kein sicheres Zeichen für die Unbedenklichkeit. So ist das CE-Zeichen kein Sicherheitssiegel – im Gegensatz zum CS-Zeichen, welches geprüfte Sicherheit bedeutet. Produkte mit diesem Zeichen oder einen TÜV-Logo sind tatsächlich auf ihre Sicherheit geprüft und generell unbedenklich. Leider kommt es jedoch immer wieder auch zu Missbrauch, daher kann sich bei elektronischen Geräten der Blick auf sogenannte Schwarze Listen lohnen. Hier ist diese vom TÜV-Rheinland, auf der auch allerhand Produkte aus China zu finden sind.

Ein weiterer Punkt, der an dieser Stelle genannt werden soll, ist die Tatsache, dass es sich bei Gadgets aus China oft um Plagiate handelt. Zum einen haben diese eventuell nicht die Qualität des Originals, die Haltbarkeit ist schlechter oder passen nicht einwandfrei zum Originalprodukt – beispielsweise bei Handyzubehör. Auch die Garantieleistungen sind meist nicht die Gleichen wie bei Herstellern aus Europa. Zum anderen ist es natürlich auch von Nachteil für den Originalhersteller, der bei großen Umsatzeinbußen durch China Gadgets im schlimmsten Fall Pleite geht. Nur wer entwickelt dann die tollen Ideen für neue Gadgets?

Aber natürlich sind auch in China nicht alle Hersteller schwarze Schafe und man kann mit China Gadgets tolle Schnäppchen machen. Wenn wir ein cooles, unbedenkliches im Netz finden, werden wir auch das gerne hier vorstellen.