Rechtliche Aspekte bei der Nutzung von Drohnen

Drohnen werden immer beliebter und verbreiten sich immer schneller – auch dank weiter sinkender Preise für das schöne Spielzeug. Jedoch gibt es bei der Nutzung von Drohen einige rechtliche Aspekte zu beachten – um den Flugverkehr nicht zu gefährden oder auch um die Privatsphäre anderer nicht zu stören. Deswegen hier eine kleine Erläuterung, was Ihr beachten müsst, bevor Ihr loslegen könnt.

DrohneDa wir hier von Spielzeugen zur privaten Nutzung ausgehen, bezieht sich der Artikel lediglich auf die private Nutzung von Drohnen unter 5 kg, bis maximal 30 Meter Flughöhe – alles darüber benötigt eine Aufstiegserlaubnis von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde, genauso wie bei beruflicher Nutzung.

Zunächst dürfen Drohnen nicht unter Alkoholeinfluss benutzt werden – immerhin seid Ihr ja dann Piloten. Kinder dürfen eine Drohne nur unter Aufsicht eines Erwachsenen steuern. Drohnen dürfen nur in Sichtweite gesteuert werden, gerät sie außer Kontrolle, muss sofort die Flugsicherheit verständigt werden. Weiterhin gibt es Orte, über denen Drohnen nichts zu suchen haben. Hierzu zählen die Köpfe von Menschen und Menschenansammlungen. Weiterhin solltet Ihr Eure Drohne vor Unglücksorten, Gefängnissen, Kasernen, Krankenhäusern, Kraftwerken, Naturschutzgebieten oder Polizeieinsätze fernhalten. Von Flughäfen ist ein Abstand von mindestens 1,5 km einzuhalten. Bei Zuwiderhandlung ist mit empfindlichen Geldbußen zu rechnen.

Weitere Einschränkungen gibt es in Großstädten. Während Ihr in ländlichen Regionen safe seid, wenn Ihr die oben genannten Ort meidet, bestehen in Großstädten viele Kontrollzonen. Hier dürfen auch kleine Drohnen nur mit Genehmigung des Flughafentowers starten, da über Großstädten viel Flugverkehr besteht, kleine Flugobjekte jedoch nicht vom Radar erfasst werden können. So kam es in London Heathrow kürzlich beinahe zu einem Unglück.

Ihr braucht als Drohnenpilot außerdem eine gesonderte Haftpflichtversicherung. Die Privathaftpflicht ist hier unwirksam, wenn Eure Drohne versehentlich, oder weil die Technik versagt, unsanft im Fenster des Nachbarn oder auf dem neuen Porsche landet.

So nun kann man mit einer Drohne nicht nur rumfliegen, sondern auch Bilder und Videos von oben machen. Nur, was ist hier genau zu beachten? Zunächst dürfen Privatgrundstücke nur mit Genehmigung des Besitzers gefilmt (fotografiert wird hier Synonym verwendet) werden. Bei Häusern bedarf es unter Umständen zusätzlich die Zustimmung des Architekten. Bei öffentlichen Gebäuden sind Behörden zuständig bzw. muss noch gerichtlich geklärt werden, ob hier die Panoramafreiheit wirksam ist. Weiterhin müssen Aufnahmen von Veranstaltungen vom Veranstalter genehmigt werden, falls hier, aufgrund der Menschenansammlungen überhaupt geflogen werden darf. Zu guter Letzt muss auch noch darauf geachtet werden, dass keine Gesichter auf den Aufnahmen zu erkennen sind bzw. eine schriftliche Einwilligung der Person(en) vorhanden ist, wenn Aufnahmen veröffentlicht werden. Hier gilt, wie bei jeder anderen Aufnahme auch, das Recht am eigenen Bild.

Aber Drohnenpiloten haben auch Rechte: Zunächst seid Ihr die Urheber der Aufnahmen, somit darf diese niemand ohne Eure Erlaubnis verwenden. Sollte jemand, aus welchen Gründen auch immer Eure Drohne „abschießen“, dann habt Ihr Schadenersatzansprüche.